Sep 29, 2017

Eine Konditormeisterin ganz zuckerfrei und ketogen – ein Erfahrungsbericht

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Ja, ihr habt richtig gelesen, die wahrscheinlich größte Zuckerschnute hat es tatsächlich geschafft ihre Ernährung komplett umzustellen und lebt jetzt Low Carb bzw. ketogen.

Eine Konditormeisterin ganz zuckerfrei und ketogen

Aber lasst mich mal von Anfang an erzählen…
Ich war schon von jeher ein Moppelchen…und sogar ein recht glückliches Moppelchen, das gerne Pasta, Brot und Süßes gegessen hat.
Im Laufe der Jahre stieg dann aber das Gewicht und es kamen erste gesundheitliche Probleme, die ich anfangs ignorierte. Der Blutdruck stieg und musste medikamentös behandelt werden…die Beine lagerten Wasser ein, taten mir nach einem langem Arbeitstag abends ständig weh…und ich wurde immer unzufriedener.
Da beschloss ich von heute auf morgen mit einer Fastenkur abzunehmen. Ich hatte so eine Kur schon mal Jahre zuvor als Einstieg in eine Diät gemacht und damit einen schnellen Anfangserfolg gehabt. So sollte das wieder sein.

Doch diesmal war irgendetwas anders, ich merkte keinen Energiestoß wie ich ihn vom Fasten kannte. Ich fühlte mich richtig schlecht. Ja, jeden Tag fühlte ich mich schlechter…schwächer…hatte Kopf- und Gliederschmerzen…Herzrasen. Irgendwas stimmte da nicht, aber was?

Ich fing wieder an zu essen, ohne schnelle Kohlenhydrate und mit wenig Fett. An meinem Zustand änderte sich dadurch nichts. Ich blieb schwach und war nicht leistungsfähig.
Ich machte mich im Internet auf die Suche nach Lösungen und stolperte das erste Mal über die ketogene Ernährung mit all ihren „Nebenwirkungen“ die am Anfang eintreten können. Und…Bingo…da war sie die Erklärung!
Ich hatte mir durch das Fasten die Kohlenhydratspeicher geleert und mich unbewusst in Ketose versetzt. Meine Beschwerden und die Schwäche kamen von der fehlenden Fettzufuhr. Wie soll ein Motor auch laufen, wenn man ihm keinen Treibstoff zuführt?

Ich begann mich in die ketogene Ernährung einzulesen, kaufte mir Bücher, sah mir Blogs an und startete einen zweiten bewussten Versuch.
Diesmal blieben die „Nebenwirkungen“ fast komplett aus. Ich nahm viel gute Fette zu mir, aß moderat Eiweiss und nur wenige Kohlenhydrate.
Der Erfolg lies nicht lange auf sich warten. Schon nach wenigen Tagen hatte ich etliche Kilos verloren, am Anfang natürlich viel Wasser. Nach 2 Wochen konnte ich in Absprache mit meiner Ärztin die Blutdruckmedikamente absetzen, die mittlerweile nicht mehr nötig waren, denn mein Blutdruck hatte sich ohne Medikamente im optimalen Bereich eingependelt. Und die Wasseransammlungen in den Beinen wurden auch sichtlich weniger.
Den ersten Monat aß ich sehr streng und ohne jegliche Nachbauten. Ich musste mich in die neue Ernährungsform erst einfinden und war noch sehr skeptisch, ob das viele Fett wirklich zu einem Abnehmerfolg führen kann.
Dann entdeckte ich die vielen Möglichkeiten Brot und Gebäcke kohlenhydratfrei bzw. reduziert herzustellen, was mir eine bunte Vielfalt auf meinen Teller brachte und jede Menge neue Motivation.
Das war vor 3 Monaten…und wie sieht es heute aus?

Heute bin ich 29 Kilo leichter, energiegeladen und mir geht es einfach nur gut.
Ich habe kein körperliches Verlangen nach Zucker oder Kohlenhydraten, keine Fressattacken und kann anderen Menschen sogar locker während des Essens zuschauen.
Ich bin auf einem guten Weg und habe die Ernährungsform gefunden, die mich ans Ziel bringt. Ja, sogar genüsslich ans Ziel bringt, denn ich experimentiere sehr gern in meiner Ketoküche und heraus kommt das ein oder andere leckere Rezept.

Und eines davon teile ich heute mit euch…die Triangoli della Nonna…von mir lowcarbisiert und ketotauglich gemacht.
Ein herzhaftes italienisches Mürbeteiggebäck mit Kürbiskernen, das man gerne zu Salami, Käse und einem schönen Glas trockenem Rotwein reicht.

Triangoli della Nonna

Ihr braucht für 8 Stück:

  • 1 Kugel Mozzarella
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Ei Gr. M
  • 1/2 Tl. Salz
  • 1/2 Tl. Paprika edelsüss
  • 1 Prise Oregano
  • 1 Pr. Pfeffer
  • 1/2 Tl. Zitrusfaser (erhältlich HIER)
  • 50 g Mandelstaub (erhältlich HIER)
  • 20 g Kokosmehl (erhältlich HIER)
  • 20 g Kürbiskernmehl (erhältlich HIER)
  • 1 Tl. Backpulver (erhältlich HIER)

etwas Bambusfaser zum bemehlen der Arbeitsfläche (erhältlich HIER)

als Dekor: 25 g Kürbiskerne

  • Mozzarella, Butter und Ei in einen hohen Becher geben.
  • Salz, Gewürze und Zitrusfaser zufügen.
  • Alles mit dem Pürierstab gut vermischen.
  • Mandelstaub, Kokosmehl, Kürbiskernmehl und Backpulver in eine Schüssel geben.
  • Die Mozzarellamasse zufügen und verkneten.
  • Ein Backpapier mit Bambusfaser bemehlen.
  • Den Teig darauflegen.
  • Die Oberfläche leicht bestäuben und mit den Händen einen ca. 15 cm großen Kreis formen.
  • Mit einem Messer in 8 Stücke teilen.
  • Die Oberfläche mit etwas Wasser einpinseln.
  • Die Kürbiskerne darauf verteilen und leicht andrücken.
  • Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Papier setzen.
  • Bei 175 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 20-25 Minuten backen.

Die Triangoli schmecken noch lauwarm am besten…aber auch kalt sind sie sehr lecker.
Ein Triangolo della Nonna hat ca. 1 g KH, 8 g E und 14 g F.
Guten Appetit! Lasst es euch schmecken.

Wie ihr seht, geht es auch ohne Kohlenhydrate ziemlich lecker und ich fühle mich keines wegs eingeschränkt. Deshalb möchte mit meiner Geschichte allen Übergewichtigen Mut machen. Traut euch und probiert es aus.
Die ketogene Ernährung ist ein ziemlich guter Anfang, um den Gelüsten ein Schnippchen zu schlagen. Das sagt euch eine Konditormeisterin die jeden Tag mit den tollsten Torten, prächtigsten Häppchen und tollsten Kuchen konfrontiert wird und dabei ketogen isst. Ich kann das…und ihr könnt das auch.

Herzliche Grüße

Eure Carmela von kiefernweg.net

PS: Ich freue mich auch über ein Like auf meiner Facebookseite!

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