Die Wirkung der Lebensmittel – THERMIK

Ein sehr interessanter Effekt unserer Lebensmittel, der leider in der westlichen Diätetik nicht beachtet wird – ist die thermische Wirkung auf unseren Körper.
Das Temperaturverhalten gibt Auskunft über die energetische Dynamik des jeweiligen Nahrungsmittels. Durch die Angaben von kalt bis heiß wird die Beschleunigung oder Verlangsamung physiologischer Prozesse angegeben, die durch die Nahrungsmittel bewirkt werden. Erfrischend und Kalt entspricht einer Verlangsamung und damit einer Verdichtung und Ansammlung (zu kalte Nahrungsmittel führen z.B. zu Verhärtungen in der Muskulatur, Wassereinlagerungen, schwammigem Gewebe).
Warm und Heiß entspricht aktiver Entfaltung, Beschleunigung, Dynamisierung z.B. des Stoffwechsels und natürlich Wärmegefühl im Körper.

Ein Beispiel dazu:

In der westlichen Diätetik gibt es kaum einen Unterschied zwischen einer Zwiebel und einer Zucchini: gleicher Kaloriengehalt, kein Eiweiß, kein Fett, wenig Kohlenhydrate, ähnliche Zusammensetzung von Vitaminen und Mineralstoffen.

In der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) (aber auch in unserer alten „Hausmedizin“) wird der Unterschied nicht nur durch Geruch, Geschmack, Farbe und Form beachtet – sondern ein besonderes Augenmerk liegt auf dem thermischen Verhalten (also der thermischen Auswirkung auf unseren Körper) des Gemüses: Wenn ich aus den Gemüsen jeweils eine auf gleiche Weise zubereitete Suppe herstelle, so würdet ihr im Sommer eher die Zucchinisuppe, im Winter aber die Zwiebelsuppe bevorzugen! Obwohl beide Suppen warm serviert werden!
Zwiebel haben also eine thermisch wärmende – und damit Stoffwechsel ankurbelnde – Wirkung auf den Körper, die Zucchini aber eine abkühlende, befeuchtende (Auswirkungen, die im Sommer ja notwendig sind, um nicht zu überhitzen und auszutrocknen).

Kein Lebensmittel ist per se „schlecht“ und komplett zu vermeiden: die Kombination, Zubereitungsart und die Menge bestimmen deren Auswirkung auf den Körper. Wer im Winter auf Orangen nicht verzichten möchte, der muss sie mit „warmen“ Gewürzen oder Speisen kombinieren (z.B. als Dessert nach einem wärmenden Fleischgericht oder als heißer Punsch mit Zimt und Nelken).

Da ich ein ausgesprochener „Listen-Verweigerer“ bin – gibt es von mir nun keine Liste, in der die Lebensmittel nach ihrer thermischen Wirkung aufgelistet sind. Wichtig ist, dass man – mit einer einfachen Methode – selbst wahrnimmt, wie die Lebensmittel und Speisen sich auf den Körper auswirken.

Dazu braucht man nur ein gutes Vorstellungs-Vermögen in folgender Übung:

Schließt die Augen und stellt euch vor, es wäre ein sehr heißer Sommertag. 36°C im Schatten und ihr macht eine intensive Wanderung. Euch ist durch und durch heiß und ihr kommt an ein Buffet auf dem sich ALLE vorstellbaren Lebensmittel und Getränke befinden. In eurem „hitzigen“ Zustand – welche Lebensmittel und Getränke sind jetzt eure allererste Wahl? Alle diese Lebensmittel und Getränke wirken stark kühlend oder erfrischend – unabhängig von ihrer tatsächlichen Temperatur.

Weitere Vorstellung: Es ist Winter. Eisig kalt. Ihr seid klapper-erfroren und findet wieder das tolle Buffet mit allen Lebensmitteln und Getränken die ihr euch nur vorstellen könnt. Was ist nun eure erste Wahl? Alle diese Lebensmittel wirken stark erhitzend oder erwärmend – unabhängig von ihrer tatsächlichen Temperatur (Beispiel: heiß servierter Pfefferminztee in südlichen Ländern).

Alle Lebensmittel und Getränke, die ihr sowohl im Hochsommer, als auch im Winter essen bzw. trinken würdet, aber NICHT als erste Hilfe in oben genannten Situationen helfen würden sind thermisch eher neutral und daher in jeglicher Situation völlig unbedenklich.

Auch die Art der Zubereitung hat eine Auswirkung auf das thermische Verhalten von Lebensmittel und Speisen.
Eine rohe Tomate ist extrem abkühlend, leicht in Olivenöl angebraten z.B. wirkt sie erfrischend. Unter Zugabe von Zwiebel, Knoblauch und getrockneten Gewürzen (Pfeffer, Oregano z.B.) wirkt die Tomate erwärmend. Man kann ihre abkühlende Wirkung gezielt zum Harmonisieren zu hitziger Gerichte verwenden, um eine Überhitzung des Organismus zu vermeiden (z.B. Tomatensalat zu gegrilltem Fleisch im Sommer).

Für die jetzige kalte Jahreszeit ist es besonders wichtig, den Körper und den Stoffwechsel zu wärmen um die Immunabwehr zu stärken und einer Gewichtszunahme (die ja in einem „kühlen“ Körper und lahmen Stoffwechsel begünstigt wird) entgegen zu wirken.
In dieser Jahreszeit empfehle ich daher möglichst warme Speisen mit wärmenden Lebensmittel und Gewürzen (Rührei, Suppen, Zimt, Pfeffer, Ingwer, Chili….) zu verwenden, sowie das Vermeiden von thermisch kalten und abkühlenden Speisen (roher Salat, Südfrüchten, Joghurt, Quark, Eis, Tomaten, Gurken, Mineralwasser …).
Spätestens im Frühling macht sich dieses Bemühen bemerkbar: keine Frühjahrsmüdigkeit, gestärkte Immunabwehr (bei Heuschnupfen z.B.), leichtere Gewichtsabnahme, erhöhte Vitalität!

Freue mich auf Euer Feedback und Eure persönlichen Erfahrungen!

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Liebe Grüße sendet Euch

Daniela

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Daniela Pfeifer

Diätologin | Autorin | Dozentin Erwachenenbildung bei LowCarbGoodies
Körperliche, mentale und seelische Gesundheit ist unser höchstes Gut!Meine vielfältigen Ausbildungen und mein großer Erfahrungsschatz ermöglichen es mir, Sie auf Ihrem Weg zu einem gesünderen Leben zu unterstützen! Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit den unterschiedlichsten Ausprägungen der gesunden Ernährung – individuell, ganzheitlich, fundiert und umfassend.Als Genussmensch ist mir die Qualität der Lebensmittel, deren geschmackvolle Zubereitung und die einfache Umsetzbarkeit meiner Empfehlungen wichtig! In Vorträgen, Kursen und Team-Schulungen vermittle ich mit Begeisterung mein Wissen um den Wert gesunder, natürlicher Lebensmittel und deren Wirkung auf unseren Körper, der geistigen Leistungsfähigkeit und der emotionalen Ausgeglichenheit!„Wenn wir unseren Körper nicht nähren – wo soll unsere Seele dann wohnen?“