Vor einigen Tagen erreichte mich folgendes Email – lest bitte selbst:

Ein Erfahrungsbericht einer 17-jährigen jungen Frau – einfach toll!

Sehr geehrte Frau Pfeifer,
mein Name ist C. S. und ich bin fast 17 Jahre alt (noch 6 Tage muss ich warten). Ich habe lange überlegt, ob ich diese Nachricht schreiben soll, aber habe mich letztendlich dafür entschieden, weil ich denke, dass Sie sich immer über positives Feedback freuen.

Ich möchte Ihnen zuerst mal meinen herzlichsten Dank aussprechen, da Sie mir mit Ihrem Blog meine Lebensfreude und -Qualität wiedergegeben haben. Diese Nachricht wird wahrscheinlich etwas länger, da ich Ihnen meinen Lebensweg zum näheren Verständnis erklären möchte. Es würde mich daher sehr freuen, wenn sie meine komplette Nachricht lesen würden, da es mir wirklich sehr viel bedeutet.

Ich fange sehr früh an zu erzählen, da die Probleme schon in meiner Kindheit begannen. Mit 3 Jahren stellte man bei mir Neurodermitis fest und fand sehr viele Allergieauslöser, sodass ich nur noch sehr, sehr wenig Nahrungsmittel essen durfte (Reiswaffeln, ein paar Gemüsesorten, etwas Fleisch und extraangefertigtes Dinkelbrot vom Reformhaus). Aß ich auch nur geringe Mengen anderer Lebensmittel, hatte dies sehr starke Hautausschläge zur Folge, bei denen mein gesamter Körper durch das starke unkontrollierte Kratzen verkrustet und vernarbt wurde. Zudem frustrierte es mich noch mehr zu sehen, wie andere Kinder ganz normal essen konnten und beneidete sie für ihre Süßigkeiten. In der Grundschule wurde ich zudem oft gehänselt und ausgelacht, weil meine Haut so unschön aussah und ich ständig am Kratzen war. Ich stand also schon sehr früh mit mir und meinem Körper auf Kriegsfuß.

Als keine Cremes mehr halfen, beschloss meine Mutter dann, eine Heilpraktikerin in Stuttgart aufzusuchen. Es war zwar eine dreistündige Zugfahrt dorthin, aber meiner Mutter war es das wert, da sie nicht mehr weiter wusste. Wir besuchten diese Heilpraktikerin etwa 4 Mal pro Jahr, da es wirklich sehr half. Mit der Zeit vertrug ich immer mehr Lebensmittel, was unser Familienleben deutlich erleichterte. Schließlich, mit etwa 12 Jahren war es dann so weit, dass ich wieder alles essen konnte ohne Ausschläge zu bekommen. Und nach langem Entzug entdeckte ich nun die Süßigkeiten für mich.

Da ich zu dem Zeitpunkt noch keine Ahnung von Ernährung oder Kalorien hatte, blieb es dann meist nicht nur bei einem Keks oder ein paar Gummibärchen, sondern ich aß gleich die ganze Packung. Innerhalb von zwei Jahren nahm ich daher, auch aufgrund der Pubertät einige Kilos zu. Durch meine genetischen Grundlagen hatte ich zudem einen recht breiten Hüftknochen bekommen und sehr muskulöse Beine. Irgendwann fingen die Menschen um mich dann an, mich komisch anzugucken und mir zu sagen, dass ich doch mal etwas auf mein Gewicht achten solle. (Ich war zwar nicht dick, hatte aber deutliche Rundungen an der Hüfte)

Und das war der erste Moment, in dem ich mich überhaupt nicht mehr wohl mit meinem Gewicht gefühlt habe. Ich begann also aufgrund diverser Zeitschriften und der allgemeinen Ansicht, dass Fett fett macht zu diäten und überall Fett einzusparen. Im Internet druckte ich mir zahlreiche Kalorientabellen aus und aß nur noch gedünstetes Gemüse, mageres Fleisch und ein paar Scheiben Knäckebrot. Und so rutschte ich sehr schnell in eine krankhafte Magersucht, die mir und meinem Umfeld das Leben schwermachte. Ich verweigerte zu Hause jegliches Essen, was in meinen Augen zu viel Kalorien hatte und kapselte mich komplett von Freunden ab. Mit der Zeit verlor ich meine ganze Kraft (ich wog nur noch 34 kg), meine Lebensfreude und dachte letztlich, dass das Leben keinen Sinn hat. Meine Freunde hatten mich alle verlassen und meine Familie war total verzweifelt, da es nur noch Streit gab. Nur meine Leidenschaft, das Singen im Musicalverein gab ich nicht auf, da ich die Titelrolle in unserem kommenden Stück spielen sollte.

Durch die Hilfe meiner Gesangslehrerin legte sich jedoch von einen auf den anderen Tag ein Schalter in meinem Kopf um und ich beschloss mein Leben wieder zu leben. Da das Musical schon 4 Wochen später stattfinden sollte und ich bis dahin viel zunehmen musste, stopfte ich alles in mich hinein, was ich mir bis dahin über ein Jahr verboten hatte. Zunächst fühlte ich mich glücklich und mein Umfeld war auch froh, dass es mir wieder gut ging. Aber mein Körper kam nicht aus dem Hungerstoffwechsel heraus und ich nahm immer und immer mehr zu bis ich schließlich richtig aufgeschwemmt aussah und mich wieder total unwohl fühlte. Außerdem hatte die Essstörung meinen Hormonhaushalt komplett durcheinander gebracht, sodass ich wieder Hautausschläge bekam, wodurch ich mich noch unwohler fühlte.

Ich beging also den zweiten großen Fehler und begann, mein Essen auszubrechen. Dies tat ich zunächst geheim und mit der Zeit verlor ich auch wieder Gewicht. Meine Mutter bemerkte meine Bulimie jedoch schnell und half mir, damit aufzuhören. Um ein normales Essverhalten zu bekommen, aß ich nun immer das, was sie mir gab. Ich hielt mein Gewicht ungefähr, nahm nur leicht zu, war aber überhaupt nicht glücklich. Nach wie vor hatte ich die Vorstellung, dass Fett schlecht ist und hatte aber mittlerweile auch gelesen, dass Kohlenhydrate genauso schlecht sind. Also fing ich an diese so gut wie möglich einzusparen und startete eine Low-Carb Diät, die allerdings nur Eiweiß, kein Fett beinhaltete und sehr einseitig war. Dies formte zunächst meinen Körper sehr gut und ich verlor Körperfett, aber ich fühlte mich immer müde und glücklich war ich auch nicht damit. Ich wollte mich nie mit meinen Freunden treffen aus Angst, mir dort wieder alles verbieten zu müssen.

Irgendwann fand ich dann durch Zufall Ihren Blog über ketogene Ernährung und las mir zahlreiche Artikel durch. Da ich immer noch totale Fett-Angst hatte, musste ich mich sehr überwinden, mich mit dieser Ernährungsform anzufreunden, aber ich probierte es trotzdem aus. Dies war die beste Entscheidung meines Lebens.

Es war das erste Mal, dass mir mein Essen wieder schmeckte und ich es genießen konnte. Ich probierte immer mehr der Rezepte aus, die sie posteten und war total begeistert, weil sie so vielfältig und abwechslungsreich waren. Endlich konnte ich mit Freude essen, ich fühlte mich permanent wach und fit und ich strahlte das auch nach Außen aus. Meine Freunde bemerkten sehr schnell, dass ich endlich wieder gut drauf war und mich unbeschwert fühlte. Ich lebe nun schon seit einiger Zeit nach diesem Prinzip und nehme stetig Körperfett ab, trotz dem hohen Fettanteil der Nahrungsmittel und einer erhöhten Kalorienzufuhr. Mein Kleiderschrank besteht auch endlich nicht mehr aus allen Größen von 34 bis 44 aufgrund der starken Schwankungen, sondern ich habe stetig Größe 36. (Wiegen tue ich mich nicht, da ich mir das durch die Magersucht abgewöhnt habe, aber ich bin mir sicher, dass es ein super Gewicht ist)

Das ist der Grund und die lange Geschichte dahinter, wieso ich Ihnen so unglaublich dankbar bin. Mein Leben besteht endlich nicht mehr nur aus Kalorien zählen und Frustration, sondern aus Genuss und einem riesigen Spaß am Leben in allen Bereichen. Es ist auch das erste Mal, dass ich mich nicht vor der Weihnachtszeit fürchte, aus Angst wieder auf alles Leckere verzichten zu müssen, weil es sooo viele tolle Ersatzrezepte für meine Lieblingsnaschereien wie Spekulatius und Spritzgebäck gibt. Zudem kann ich mich auch endlich wieder mit meinen besten Freunden treffen und mit ihnen zusammen kochen ohne dabei Angst vor Fett oder Kalorien zu haben (auch meine Freunde sind schon Fan von meinen Kreationen am Herd, genauso wie meine Familie 😉 ).

Nächstes Jahr mache ich nun mein Abitur und profitiere auch in der Schule unglaublich durch die Energie, die ich durch die Ketogenese habe, da ich meinen Schnitt auf 1,4 verbessern konnte.

Ich hoffe daher, dass Sie nun wissen, wie viel Sie den Menschen helfen und was Ihr Blog für mich bedeutet. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass noch viele Menschen diesen Weg für sich entdecken und dass Ihr Blog immer wieder viele neue Rezepte veröffentlicht. Besonders für verschiedene Plätzchenrezepte zur Weihnachtszeit wäre ich Ihnen sehr dankbar. 🙂

Mit freundlichen Grüßen

C.S. aus W.

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Daniela Pfeifer

Diätologin | Autorin | Dozentin Erwachenenbildung bei LowCarbGoodies
Körperliche, mentale und seelische Gesundheit ist unser höchstes Gut! Meine vielfältigen Ausbildungen und mein großer Erfahrungsschatz ermöglichen es mir, Sie auf Ihrem Weg zu einem gesünderen Leben zu unterstützen! Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit den unterschiedlichsten Ausprägungen der gesunden Ernährung – individuell, ganzheitlich, fundiert und umfassend. Als Genussmensch ist mir die Qualität der Lebensmittel, deren geschmackvolle Zubereitung und die einfache Umsetzbarkeit meiner Empfehlungen wichtig! In Vorträgen, Kursen und Team-Schulungen vermittle ich mit Begeisterung mein Wissen um den Wert gesunder, natürlicher Lebensmittel und deren Wirkung auf unseren Körper, der geistigen Leistungsfähigkeit und der emotionalen Ausgeglichenheit! „Wenn wir unseren Körper nicht nähren – wo soll unsere Seele dann wohnen?“

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