LOW CARB MIT KINDERN, TEIL 3 – Knabbereien und Kindergeburtstage ohne Zuckerwahn

Im Alltag mit anderen Kindern – und vor allem deren Eltern – sind „Anlässe“ verschiedenste Art wie Klassen- und Kindergartenfeiern, Kindergeburtstage & Co. oftmals eine große Herausforderung, wenn man sich dem aus der üblichen Süßschwemme bestehenden „Mainstream“ nicht bedingungslos hingeben will. Man steht zwischen Not und Elend, zwischen Baum und Borke, wenn man einerseits gesunde, artgerechte Mitbringsel oder Bestandteile für das Kuchen- oder Grillbuffet einbringen will, aber gleichzeitig nicht als ernährungsfanatischer Außenseiter da stehen will.

Immer wieder führten solche Situationen zu Diskussionen zwischen meiner Frau und mir, da sie der Meinung war, aus eben dem genannten Grund – den argwöhnischen Blicken der Kinder und deren Eltern – nicht nur „gesunde“ Sachen anbieten zu können. „Der Paul isst eigentlich nur Nudeln“ (sagt seine Mutter!), „Die Lisa bringt immer nur Milchschnitte mit in den Kindergarten“, „Die essen alle kein Gemüse“ und viele Argumente mehr sollten dazu herhalten, damit ich jetzt für die hungrige Meute plötzlich irgendwelches „Junk Food“ auftischen sollte, nur um irgendwelchen Erwartungen oder Gepflogenheiten Rechnung zu tragen? Entschuldigung, dass ich auch noch ein wenig Verantwortungsbewußtsein in mir trage.

Das Problem löste sich interessanterweise nahezu von selbst, als wir kommentarlos und selbstverständlich zum nächsten Kindergeburtstag – für meine Frau „testweise“- bunte Gemüsesticks, lustige Spieße mit Cocktailwürstchen und Gemüse, sowie Käsekräcker (zu diesen später noch mehr) auf die Kindergeburtstagstafel stellten. Damit hatten wir uns selbst überlistet, denn die Nachfrage war enorm und wir kamen mit dem Nachschub nicht mehr hinterher. Gerade die angeblichen Nudelfetischisten und Milchschnittenpausenclowns schaufelten rein, als wenn es kein Morgen gäbe. Die Erklärung war einfach: es sah bunt und lustig aus und sie kannten es einfach nicht. Das scheint mir das größte Problem der heutigen Zeit in Sachen Kinderernährung zu sein. Gedankenlose Eltern, die einfach aus Gewohnheit und Bequemlichkeit ihrem Nachwuchs immer nur das vorsetzen, was er vermeintlich kennt und deshalb verlangt. Tja – und dann gibt es plötzlich mal etwas ganz anderes und die Überraschung ist groß. Das habe ich meinem Sohn auch erklärt. Der ist bzw. war auch so ein „Probierverweigerer“. Nur – woher würde ich wissen, wie Nutella schmeckt, wenn ich’s nie probiert hätte? Das hat ihm eingeleuchtet.

Was sind jetzt also Alternativen zu den herkömmlichen Muffins, Chips, Flips & Co.? Wie schon beschrieben – aus verschiedenem Gemüse, kleinen Würstchen, Frikadellenbällchen, Käsewürfeln und ähnlichem –  lassen sich eine Vielzahl von bunten Kreationen für diverse „Mottos“ herstellen. Nun gut, ein wenig mehr Arbeit als einfach nur irgendetwas Gekauftes hinzustellen macht es schon, aber es ist ja schließlich für einen guten Zweck, oder? Und wenn die kleinen Piraten die wilden Tiere a la Gurkenschlange und Mettigel verdrücken, ist die Welt doch allemal in Ordnung. Diverse Muffins -landauf landab das Nonplusultra als Geburtstags-Mitbringsel in Kindergarten und Schule – findet Ihr in den beiden LowCarb-Büchern von Daniela Pfeifer. Ihre Rezepte genießen in unserer Familie das Gütesiegel der Gelinggarantie! Weiterhin sind Nüsse und Kokosflakes gesunde Knabbereien, die man für „Nebenbei“ auf den Tisch stellen kann.

Der absolute Knaller aber war und ist im Umfeld meiner Kinder das einfachste und genialste Rezept überhaupt – die Käsekräcker. Ich muß mindestens einmal wöchentlich diese Dinger backen. Damit wird dann die ganze Schulklasse mitverköstigt. Sehr oft wurde schon nachgefragt, wo man sie kaufen kann. Eltern haben scheinbar aus ihrem Gedächtnis gestrichen, dass man auch Dinge selbst zubereitet kann – unfassbar. Auf der letzten Kindergrillfeier wunderten sich alle über diese „leckeren Kekse“ und hauten rein, was das Zeug hielt. Die ebenfalls vorhandenen Chips- und Flipstüten blieben tatsächlich weitestgehend unbeachtet.

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Käsekräcker stellt man wie folgt her:

Man nehme handelsüblichen Käse in Scheiben, z.B. Edamer oder Gouda, und viertele die Scheiben. Diese kleineren Käsescheiben legt man nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und backt diese für ca. 15 Minuten bei 160 Grad. Aber im Auge behalten – sie müssen einerseits knusprig werden, andererseits können sie auch schnell zu knusprig werden, womit der feine Geschmack verlorengeht. Theoretisch war es das schon. Ich bestreiche die Kräcker vor dem Backen noch mit Olivenöl und würze sie mit Oregano, Pfeffer, Salz und Paprikapulver. Es ergibt sich daraus ein leicht „pizzaähnlicher“ Geschmack. Und Pizza mag doch jedes Kind, oder?

Kaesekraecker-lowcarb

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen und Nachknabbern!

Im nächsten Teil von „LowCarb mit Kindern gehen wir bei den schon angesprochenen Milchschnittenpausenclowns mal ins Eingemachte und schauen in die „Brotdosen“ in Kindergarten und Schule hinein. Seid gespannt!

Viele Grüße sendet Euch

Jörg

PS: hier gehts zum Artikel „LowCarb mit Kindern – Teil1 – Bestandsaufnahme“

LOWCARB BASICS – INTENSIVKURS

Ein Kurs für:
Interessenten für gesunde Ernährung, Stoffwechselerkrankte, Autoimmunerkrankte, ein paar-Kilo-zuviel-Leidende, Sportler die eine Leistungssteigerung wünschen, Leute, die vitaler und leistungsfähiger (körperlich und geistig) werden wollen, Krebspatienten und Angehörige, Skeptiker, Therapeuten und Ernährungstrainer aller Art

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Jörg Kiel

Unternehmer I Ausdauersportler I Motivator | Coach bei JK TRAUMHAUS
„Häuserbauender Marathonläufer – marathonlaufender Häuserbauer“, außerdem Coach und Motivator in Ernährung und Sport Jörg Kiel – im Hauptberuf selbständig beschäftigt mit der Planung und dem Vertrieb von Häusern – entdeckte die Vorteile der LowCarb- bzw. ketogenen Ernährung mehr oder weniger im Selbstversuch und bekämpfte damit erfolgreich seine starke asthmatische Pollenallergie. Neben einer allgemein stark verbesserten Lebensqualität und 20 kg Gewichtsabnahme konnte er damit seine ausdauersportlichen Aktivitäten endlich zielgerichtet betreiben und bildete sich in Trainingssteuerung und genetisch korrekter Ernährungslehre weiter. Entgegen aller allgemeingültigen Meinungen aus der Sporternährung lief er die Marathondistanz unter drei Stunden, sowie Ultraläufe bis zu 125 km nonstop ohne jegliche Aufnahme von Kohlenhydraten. Er bezeichnet sich selbst als lebendiges Beispiel und Selbstversuchsobjekt für geballte Power, höchste Leistungsfähigkeit, Nimmermüdigkeit, Streß- und Krankheitsresistenz sowie pures Wohlbefinden durch konsequente genetisch korrekte Ernährung und artgerechte Bewegung.