LOW CARB MIT KINDERN, TEIL 5 – Eine Sorte Nutella ist viel zu wenig

Mittlerweile leben wir in einem solchen LowCarb-Überfluss, dass meine Kinder kaum noch wissen, welche „gesunde“ Köstlichkeit sie zum Frühstück zuerst verspeisen sollen. Nur der „Süß“-Bereich war bislang ein wenig unterbewertet. Es gab entweder Beeren-Marmelade oder Nuss-Nougat-Aufstrich, in Insiderkreisen auch „Papa-Nutella“ genannt. Dauerhaft wäre diese magere Auswahl ja viel zu einfach, zumal meine Schwiegermutter mit neuen Highlights von der Hardcore-Zuckerfront glänzte. Bei ihr gab es neuerdings eine braun-weiß-gestreifte Schokocreme aus der Tube. Alleine beim Anblick dieser Tube wurde mir furchtbar schlecht.

So trommelte ich meine Kinder eines Sonntag morgens zur Nutellaschlacht zusammen. Oftmals stellen wir sonntags neue Marmelade oder Schokoaufstrich her. Bei Kindern muss man immer aufpassen, dass es geschmacklich nicht zu langweilig wird. Wenn ständig das selbe auf den Tisch kommt, braucht man sich nicht wundern, wenn es irgendwann schlagartig stehen bleibt, obwohl der Hunger groß ist.

Wir starteten mit dem bisherigen Originalrezept, welches ich nachfolgend nochmal wiedergebe:

  • 125 g weiche Butter
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 EL Eiweißpulver Schoko (z. B. von Ironmaxx)
  • 120 ml flüssige Sahne
  • 3 EL Haselnussmus (alternativ frische, geschälte und geröstete Haselnüsse)
  • etwas Vanille und Süße (Erythrol) nach Geschmack

Alles zusammen gut verrühren, geschmacklich etwas experimentieren – fertig. Der vorgenannte Aufstrich hat zwar eine andere Farbe und Konsistenz als das Original, kommt geschmacklich aber erstaunlich ähnlich daher.

Die erste Variante, die wir daraus kreierten, hat mein Sohn „Marzipan-Nougat“ genannt. Hierbei haben wir das Haselnussmus um die Hälfte reduziert und durch Aprikosenkernmus (gibt es z. B. bei der Firma Keimling Naturkost) und einen Schuss Aprikosenkernöl (z. B. von der Ölmühle Solling) ersetzt. Damit der Nussgeschmack dennoch nicht zu kurz kommt, haben wir noch einen Schuss Haselnuss- und Mandelöl hinzugefügt. Das zufällig entstandene Ergebnis war ein unglaublich feiner Marzipangeschmack, der in Kombination mit Haselnuss und Mandel auch an Nougat erinnerte. Ein Traum, der völlig durch Zufall entstanden war.

Einige Zeit später –mir kreisten immer noch die grausamen Bilder des gestreiften Schokoaufstrichs aus der Tube im Kopf herum – überlegte ich mir, dass man den Schokoaufstrich doch auch in einer Art „Weiße Schokolade“ hinbekommen müsste. Zeitgleich erreichte mich ein Kommentar bei einem meiner LowCarb-Kinder-Beiträge, der mir von ähnlichem berichtete. Also wagten wir uns am darauffolgenden Sonntag auch hieran. Heraus kam dann das folgende Rezept für „Weißes Nutella“ oder „Schokoaufstrich weiße Schokolade“:

  • 125 g weiche Butter
  • 2 EL Eiweisspulver Vanille
  • 1 EL Eiweißpulver Impact Whey 90 Geschmack Weisse Schokolade von MyProtein
  • 120 ml flüssige Sahne
  • 3 EL weißes Mandelmus
  • etwas Vanille und Süße (Erythrol) nach Geschmack

Ich hätte nicht gedacht, dass es auf Anhieb funktioniert. Aber es war einfach nur „der Hammer“. Mein Sohn verdrückte sein „zweifarbiges Brot“ in einer Art und Weise, als sei der Zeitpunkt des unmittelbaren Hungertodes kurz bevorstehend. Ihr wisst, was ich meine. Ich hatte wieder einen „inneren Reichsparteitag“ , den als Oma das nächste Mal mit ihrer gestreiften Schokocreme aus der Tube um die Ecke kam, berichtete er stolz von unseren neuen Frühstücksaufstrich-Erfahrungen. Verschämt packte sie die Tube weg. Wie zuletzt ihre überzuckerte Marmelade. Ohne, dass wir als Eltern auch nur ein Wort gesagt hätten. So machts Spaß.

Die „Nutella-Kreationen“ –in welcher Geschmacksrichtung auch immer- passen und schmecken übrigens hervorragend zu den süßen Pfannkuchen, die ich Euch in meinem letzten Beitrag vorgestellt habe. Lauwarme Pfannkuchen mit zartschmelzender Frühstückscreme obendrauf, vielleicht noch ein paar Beeren und der Tag könnte nicht besser beginnen.

Dazu eine Anregung in eigener Sache. Es würde mich freuen, wenn Ihr nicht nur jubelnd die Rezepte nachmacht, sondern diese als Denkanstoß nehmt, mal etwas auszuprobieren – am besten mit den Kindern gemeinsam. Vielleicht bekommen wir eine ganze Sammlung an Frühstücksideen zusammen. Ich freue mich über Eure eigenen Experimente und wünsche Euch ein fröhliches LowCarb-Leben mit glücklichen, gesunden Kindern!

Viele Grüße sendet Euch

Jörg

PS: hier gehts zum Artikel „LowCarb mit Kindern – Teil1 – Bestandsaufnahme“

LOWCARB BASICS – INTENSIVKURS

Ein Kurs für:
Interessenten für gesunde Ernährung, Stoffwechselerkrankte, Autoimmunerkrankte, ein paar-Kilo-zuviel-Leidende, Sportler die eine Leistungssteigerung wünschen, Leute, die vitaler und leistungsfähiger (körperlich und geistig) werden wollen, Krebspatienten und Angehörige, Skeptiker, Therapeuten und Ernährungstrainer aller Art

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Jörg Kiel

Unternehmer I Ausdauersportler I Motivator | Coach bei JK TRAUMHAUS
„Häuserbauender Marathonläufer – marathonlaufender Häuserbauer“, außerdem Coach und Motivator in Ernährung und Sport Jörg Kiel – im Hauptberuf selbständig beschäftigt mit der Planung und dem Vertrieb von Häusern – entdeckte die Vorteile der LowCarb- bzw. ketogenen Ernährung mehr oder weniger im Selbstversuch und bekämpfte damit erfolgreich seine starke asthmatische Pollenallergie. Neben einer allgemein stark verbesserten Lebensqualität und 20 kg Gewichtsabnahme konnte er damit seine ausdauersportlichen Aktivitäten endlich zielgerichtet betreiben und bildete sich in Trainingssteuerung und genetisch korrekter Ernährungslehre weiter. Entgegen aller allgemeingültigen Meinungen aus der Sporternährung lief er die Marathondistanz unter drei Stunden, sowie Ultraläufe bis zu 125 km nonstop ohne jegliche Aufnahme von Kohlenhydraten. Er bezeichnet sich selbst als lebendiges Beispiel und Selbstversuchsobjekt für geballte Power, höchste Leistungsfähigkeit, Nimmermüdigkeit, Streß- und Krankheitsresistenz sowie pures Wohlbefinden durch konsequente genetisch korrekte Ernährung und artgerechte Bewegung.