lowcarb – was ist das?

LowCarb – was ist das? Eine kleine Einführung!

Über die LowCarb-Ernährung (= kohlenhydrat-reduzierte Ernährung) hört man in letzter Zeit immer mehr – mehr oder weniger laute – Meinungen und „Erkenntnisse“.

LowCarb – was ist das? Eine kleine Einführung!

Oftmals wird behauptet, dass die LowCarb-Ernährung eine „neue Diät“ sein soll. Das stimmt so nicht: Bis vor 10.000 Jahren bestand die Haupternährung der Menschen aus Eiweiß, Fett, Wurzeln, Nüssen, Samen und Obst – also einer „LowCarb-Ernährung“ über Jahrtausende! Erst vor 10.000 Jahren kamen Getreideprodukte auf den Speiseplan und damit zu einer langsamen Verschiebung der Nährstoffaufnahme zugunsten der Kohlenhydrate.

In den letzten 50-70 Jahren allerdings hat der Kohlenhydratkonsum auf Kosten der Qualität und der hochwertigen Fette rasant zugenommen. Im gleichen Zeitraum explodierten auch die ernährungsbedingten Erkrankungen wie z.B. Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen…)(1), Krebs, Autoimmunerkrankungen (Rheuma, Multiple Sklerose…), Intoleranzen gegenüber bestimmter Lebensmittel (Laktose, Fruktose, Gluten….)

Zufall? Umweltbedingungen? Oder doch die Ernährung? Tatsache ist, dass sich vielerlei Beschwerden drastisch verbessern, wenn man die Ernährung qualitativ verbessert und Kohlenhydrate in der Kost reduziert! Interessiert man sich näher für die LowCarb-Ernährung, findet man verschiedenste Angaben über die Menge der empfohlenen Kohlenhydrate, die am Tag konsumiert werden sollen. „Verpackt“ sind diese Empfehlungen in mehr oder weniger bekannte markante Namen.

Neben der ketogenen Ernährung – die Anfang des letzten Jahrhunderts medizinisch eingesetzt wurde – ist die Atkins-Diät eine der ältesten bekannten „LowCarb-Ernährungsformen“ – früher heiß bekämpft, mittlerweile rehabilitiert, war Dr. Atkins einer der Ersten, der eine große Menge an Leuten ansprach und eine Ernährung mit stark reduziertem Kohlenhydratanteil verbreitete.

Einen „mittleren“ Kohlenhydratanteil in der Ernährung gestattet die im deutschsprachigen Raum bekannte LOGI-Ernährung. Hier wird bewusst auf bestimmte (raffinierte) Kohlenhydrate verzichtet bzw. je nach Leistungspensum mehr oder weniger stärkehaltige Lebensmittel verzehrt oder eben nicht.

Sehr liberal gegenüber den Kohlenhydraten verhalten sich Glyx- und Trennkostdiäten – sie schränken Kohlenhydrate nur wenig ein.

  • Streng“ KH-reduzierte Ernährungsformen (unter 25g Kohlenhydrate am Tag): Atkins, ketogene Ernährung, anabole Diät, LCHF (low carb high fat), Lutz sinnvoll für stark Übergewichtige, Diabetiker, Krebspatienten…
  • moderat“ KH-reduzierte Ernährungsformen (25-50g Kohlenhydrate am Tag): LOGI, South Beach, Strunz sinnvoll für Übergewichtige, Normalgewichtige und Gesunde, die Sport betreiben
  • liberal“ KH-reduzierte Ernährungsformen: Trennkost, SIS (Schlank im Schlaf), Glyx-Diät sinnvoll für Leute, die ihre Ernährung nicht drastisch umstellen wollen und Leistungssportler

Der gemeinsame Nenner aller LC-Ernährungsformen ist das Ziel, den Blutzuckerspiegel und somit den Hormonhaushalt stabil zu halten und starke Schwankungen zu vermeiden!

Die „individuellen“ Ziele der LC-Ernährungsformen unterscheiden sich hingegen:

  • Anti-Krebs-Therapie, Therapie bei Epilepsie: z.B. ketogene Ernährung
  • Verbesserung von Gesundheitszustand (Immunabwehrsteigerung, Magen/Darmbeschwerden, Autoimmunerkrankungen etc.): z.B. Atkins, ketogene Ernährung, Lutz
  •  Muskel- und Kraftaufbau: z.B. anabole Diät, ketogene Ernährung, Atkins
  • Gewichtsmanagement: z.B. LOGI, South Beach, Glyx-Diät, SIS, Trennkost …

Obige Einteilung ist nicht „fix“: natürlich wenden viele Leute z.B. ketogene Ernährung zur Gewichtsregulation an, manche folgen LOGI da sie Magen/Darmbeschwerden haben.

Warum werden Kohlenhydrate in obigen Ernährungsformen reduziert?

Die unerwünschten Wirkungen der Kohlenhydrate auf unseren Körper sind:

  1.  Die Erhöhung des Blutzuckerspiegels.
  2. Der fehlende Fettabbau bei konstant erhöhtem Insulinspiegel im Blut.
  3. Die erhöhte Insulinausschüttung durch die Kohlenhydrate und damit vermehrtes Hungergefühl.
  4. Folgeerkrankungen wie Diabetes II, Insulinresistenz, Übergewicht, Metabolisches Syndrom …
  5. Die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fettgewebe bei zu hoher Aufnahme.
  6. Die Förderung von entzündlichen Prozessen durch einfache Kohlenhydrate oder permanent zu hohem Konsum.

Durch die LC-Ernährung kann man obige Wirkungen weitestgehend verhindern und so die Gesundheit bewahren, das ideale Gewicht erreichen sowie bei entsprechendem Training gute Muskulatur aufbauen!

(1) Balkau B, Shipley M, Jarrett RJ, et al. High blood glucose concentration is a risk factor for mortality in middle-aged nondiabetic men. 20-year follow-up in the Whithall Study, the Paris Prospective Study, and the Helsinki Policemen Study. Diabetes Care 1998; 21:360-7

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