Erfahrungsbericht von Tanja Nitsch

Mein Weg in ein neues Leben mit LOW CARB – ein Erfahrungsbericht

Das Schlüsselerlebnis war am 17.10.2009, als ich (heute: 46 Jahre) mit meinem Mann bei Freunden auf einer Geburtstagsfeier war.
Wieder einmal musste ich mir Witze über meine Körperfülle (damals 99,9 kg bei einer Größe von 172 cm) anhören. Es war zwar wie immer nicht „böse“ gemeint, also lachte ich wie gewohnt einfach mit. Unsere Gastgeber und viele der Gäste waren sportliche Menschen, die schon deswegen auf ihre Ernährung achteten.

„So, jetzt reicht´s!“, dachte ich. Ich verkündete laut, dass ich „ab morgen“ abnehmen würde. Mein Ziel: 30 kg.

Ich hatte mit 18 Jahren Magersucht und seitdem ging mein Gewicht immer wieder rauf und runter. Man sagt, wer einmal magersüchtig war, bleibt sein Leben lang essgestört. Und wahrscheinlich ist das in der Regel auch so. Ich war die Frau mit den vier Konfektionsgrößen im Schrank. Nach der Geburt der Kinder hatte ich mein Höchstgewicht von fast 100 kg erreicht und redete mir ein, alles sei o.k.

Aufgrund von Hautproblemen landete ich zu dieser Zeit meines Schlüsselerlebnisses beim Endokrinologen. Man stellte fest, dass ich kurz vor der Diabetes stand und mein gesamter Hormonhaushalt durcheinander war. Die Ärztin bestätigte mir, dass ich abnehmen müsse. Im Auto heulte ich zunächst und war am Boden zerstört. Ich schämte mich für meine Schwäche.
Auf der anderen Seite half mir dieser Arztbesuch dabei, mein ohnehin schon gefasstes Vorhaben auch umzusetzen.
Am nächsten Tag ging es los. Jeden Morgen 1,5 Std. Radfahren auf nüchternen Magen und zunächst FDH mit max. 900 kcal. und wenig Fett. In dieser Zeit bestärkte mich keiner oder glaubte an mich (mein Mann einmal ausgenommen). Alle schoben mich in die Schublade der Leute, die „ab morgen“ abnehmen. Aber es klappte hervorragend. So nahm ich in 3,5 Monaten 30 kg ab, ohne Hilfe, einfach aus meinem eigenen Ehrgeiz.

Aber ich war weich und schwabbelig in der Taille. Mit ca. 70 kg suchte ich ein Fitness-Studio auf. Vorher hätte ich mich dort nicht hingetraut. Ich wollte meine Figur mithilfe von Fachkompetenz optimieren, fester werden und vor allem die letzten Polster in der Taille loswerden. Jetzt wollte ich alles. Sprüche, die mich an mein Alter erinnerten (Du bist doch keine 18 mehr! Es ist doch gut so, wie es ist! Akzeptiere dich so!), ignorierte ich. Ich glaubte fest daran, durch Muskelaufbau und einer gezielten Ernährung meine Figur zu verbessern und das Gewebe zu straffen. Mein Trainer motivierte mich und machte mich mit „low carb“ (speziell: Metabole Diät) vertraut. Ich trainierte hart und hielt mich 1:1 an seine Vorgaben bzgl. der Ernährung. Immer wieder brachte er zum Ausdruck, wie stolz er auf mich sei. Das motivierte ungemein.

Das Grandiose war, dass ich es mit dieser Ernährung geschafft hatte, das viszerale Fett deutlich zu reduzieren, was so hartnäckig ist. Mein Trainer meinte, ich solle ruhig mal beim Arzt einen Check-up machen, um zu schauen, wo ich stehe. Ihm war klar, dass die Werte super sein würden, aber er wollte, dass ich etwas in der Hand habe. Denn Freunde und Familie sahen meine äußerliche Veränderung mittlerweile mit sehr viel Besorgnis, vielleicht war auch etwas Neid dabei. Mein Ziel eines athletischen Körpers konnten sie nicht nachvollziehen. Auch waren sie der Meinung, ich würde es übertreiben. Also ging ich zum Arzt und ließ ein großes Blutbild machen. Die Blutwerte waren so gigantisch, dass der Arzt es selbst kaum glauben konnte. Solche Werte hatte er bei einer Frau meines Alters noch nicht gesehen. Das Gute war, dass die guten Cholesterin-Werte ungewöhnlich hoch waren. Mein Ruhepuls lag bei 60 und mein biologisches Alter bei 40 Jahren. Ich war so fit, wie noch nie in meinem Leben. Mein Gewicht lag bei 59 kg und der Körperfettanteil bei ca. 12 %. Das erste Mal in meinem Leben war ich meine Cellulitis los, denn mein Gewebe war durch die wenigen KH entwässert. Das Besondere daran war, dass ich einen Bedarf von 2.700 kcal. hatte. D.h. durch „low carb“ und gezieltes Muskeltraining habe ich meinen Stoffwechsel richtig auf Trab gebracht.

Mittlerweile bin ich selbst Fitnesstrainerin und werde von vielen wesentlich jüngeren Menschen um Rat gefragt, wenn es um Training und Ernährung geht. Ich habe viele, viele großartige Bücher zur „low carb“ Ernährung und ähnlichen Ernährungsformen gelesen. Bücher, die Ernährung und Sportarten in Relation setzen und sich mit dem Thema kritisch auseinandersetzen. So habe ich mich immer wieder motiviert und ich blühe förmlich auf, wenn ich meine Leidenschaft an andere Menschen weitergeben kann. Ich brenne für „low carb“ und ich brenne für meinen Sport. Es gibt keinen anderen Weg, um die Form seines Lebens zu erreichen, was für jeden etwas anderes sein kann.

Fakt ist: „Kohlenhydrate versauen uns Frauen die Körpermitte!“ Viele, viele junge Frauen, die sehr schlank sind, haben Hüftspeck, Bauchfett und Cellulitis. Für mich ganz klar das Resultat des übermäßigen Verzehrs von Kohlenhydraten.

Tanja - Vorher - Nachher

Tanja – Vorher – Nachher

Wenn man mich fragt, was mich so motiviert, gibt es nur eine Antwort: meine Kinder. Ich möchte nicht, dass sie eine dicke, träge und damit ungesunde Mutter haben, sondern ein aktives Vorbild für sie sein. Und dann sind es die Menschen, die nicht an mich geglaubt haben, die mich immer wieder mental antreiben. Früher war ich im Freundes- und Bekanntenkreis, selbst im Familienkreis immer die Dickste. Heute kann ich ganz entspannt auf das Stück Torte beim Familietreffen verzichten und es macht mir wirklich nichts mehr aus, denn ich weiß, was gut für mich ist. Manchmal ist es eben schön, triumphieren zu können. Und diese Stärke zeichnet mich heute aus.

Mein Lebensstil mit „low carb“ steht für Lebensqualität. Die Ernährung macht 70% und der Sport 30 % aus, wenn es ums Abnehmen geht. Das heißt, mit Sport allein geht gar nichts. Aber mit „low carb“ kann jeder abnehmen. Nach den ersten zwei Wochen der Eingewöhnung läuft es wie von selbst. Das Körpergefühl ist fantastisch, weil man sehr schnell Fett und vor allem zunächst Wasser verliert. Heißhungerattacken bleiben aus. Deswegen hat „low carb“ einen so großen Stellenwert in meinem Leben.

Es handelt sich hier nicht um eine Diät mit anschließenden Jo-Jo-Effekt, sondern für mich eine Entscheidung für´s Leben.

Und das Beste, dank „low carb“ halte ich meine Form seit Ende 2011.

Liebe Grüße sendet Euch
Tanja von Wellnessoase Körperblume

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Christine Pfeil

SocialMedia Manager und Inhaber bei SocialMedia Bayern
Vor einigen Jahren stellte ich meine Ernährung auf lowcarb um und bin begeisterter Anhänger dieser Ernährungsform! Mir macht es Spaß, zu kochen und neue Dinge auszuprobieren. Beruflich befasse ich mich mit SocialMedia, Marketing und Webdesign und bin in unserer Agentur als Social Media Manager und Projektleiter tätig!