Gastbeitrag von Tina aus Mannheim

Meine Geschichte: Minus 80 kg mit LowCarb

… und das war erst der Anfang!

Meine Geschichte beginnt eigentlich schon zu meiner Kindheit. In unserer Familie sind bzw. waren alle mehr oder weniger übergewichtig. Mit 6 Jahren musste ich wöchentlich zum Kinderarzt zum wiegen und ich bekam eine „spezielle“ Diät:  Quark zu allem und mit allem. Gebracht hat es nicht wirklich etwas, denn alles was uns verboten wurde, haben wir als Kinder heimlich geholt. Wenn ich vom „wir“ schreibe, meine ich meine Schwester Simone und mich. Meine Schwester spielt in einem Leben eine sehr wichtige Rolle. Sie ist 1 ½ Jahre älter als ich. Das mit unseren Diäten zog sich wie ein roter Faden durch unser Leben. Ein Beispiel – hatten meine Eltern Besuch und ich saß auf dem Sofa und bekam zum Abendessen eine Kiwi, während die anderen kalte Platten und Brot essen durften. Dafür gab es jedes Wochenende Marmorkuchen oder ähnliches. Auch Brötchen und Toast gab es jeden Tag zum Frühstück. Wenn es Gemüse zum Mittagessen gab, war dieses immer in weißer Mehlsoße.

1998 habe ich dann einen Arzt aufgesucht, da ich schon sehr übergewichtig war. Dieser gab mir das Medikament Reductil. Ich war damals 20 Jahre jung. Das Medikament hat mit meinem Kopf gearbeitet und ich hatte keinen Hunger mehr und verweigerte jegliches Essen. Ich nahm 40kg ab, trug nun keine Kleidergröße 54 mehr, sondern 46/48. Ich war zufrieden.

2001 lernte ich meinen Mann kennen und wir bekamen 2003 unsere erste Tochter. Während der Schwangerschaft musste ich 9 Monate liegen und hatte wegen einer Fehlgeburt im Jahr davor absolutes Beschäftigungsverbot. Guter Plan – Neigung zum Übergewicht und dann noch 9 Monate liegen. Ich nahm natürlich zu und nach der Geburt auch nicht wieder ab. Obwohl ich mich mit „reichlich Obst“ ernährte, so wie es mir der Arzt und der Ernährungsberater empfahlen. 2004 kam unsere zweite Tochter zur Welt. Auch während dieser Schwangerschaft musste ich wieder sehr viel liegen. Ich habe wieder sehr viel zugenommen. Kurz vor der Geburt hat sie sich dann nochmal ordentlich gedreht, so dass mein Bauchgewebe im Innenbauch gerissen ist. Da dies sich nicht mehr zurückbilden kann, wird die Bauchschürze auch nicht mehr weggehen.

Nach dieser Geburt habe ich sehr viel Diäten gemacht, Ernährungsberater besucht, Adipositas Sprechstunde über ein Jahr regelmäßig besucht, Blutproben und Untersuchungen über mich ergehen lassen. Auch auf Cortisol wurde ich untersucht und ein Fitnessstudio habe ich auch über mehrere Monate besucht.
Ergebnis war: Sie essen zu wenig / kein Magenband / kein Magenbeipass /

Anweisung: Sie müssen mehr essen (worauf ich regelmäßig erbrach). Sie bekommen Mettformin Tabletten (nein ich habe keinen Zucker, aber diese Tabletten regen den Stoffwechsel an)
und ich sollte am Optifast Programm im Klinikum Heidelberg teilnehmen. Kosten ca. 3000€ für ein Jahr. Einen Kostenübernahme Antrag und 5 Widersprüche wurden von der Krankenkasse und dem Medizinischen Dienst abgelehnt. Also stand ich wieder alleine da und immer wieder die Forderungen von Familie und Umfeld und Arbeitgeber, abzunehmen. Das war teilweise schon so schlimm, dass ich auf Feierlichkeiten der Arbeit nichts mehr gegessen habe.

Mittlerweile hatten wir dann schon das Jahr 2013. Meine Schwester hatte ein halbes Jahr zuvor ihren zweiten Sohn zur Welt gebracht und wollte die unnötigen Schwangerschaftspfunde wieder loswerden. Sie begann sich LowCarb zu ernähren. Ich habe angefangen sie zu bewundern und ihre Pfunde purzelten. Sie entdeckte neue Lebensmittel, eine neue Art zu kochen und einen neuen und vor allem viel gesünderen Lebensstil. Also dachte ich mir, du hast nichts zu verlieren, somit gab es keinen Grund es nicht auch zu probieren. Weihnachten 2013 habe ich beschlossen, ab dem 1.1.2014 abzunehmen. Natürlich gab es nochmal Plätzchen usw. im Überfluss.

Begonnen habe ich damit, mir Nährwerttabellen auszudrucken und mich durchzulesen, was man denn bedenkenlos essen kann, was LowCarb für mich bedeutet und worauf ich achten muss. Zuerst habe ich mit keinem darüber gesprochen und wollte das alleine schaffen. Doch meine Schwester merkte sehr schnell, was los war und stand sofort zu 1000% hinter mir. Sie gab mir Tipps und schickte mir Rezepte. Wenn ich dort war bzw. bin, bekomme ich seit über einem Jahr Speisen, die ich ohne Bedenken essen kann. Zudem empfahl sie mir die App Fatsecret, wo ich eintragen kann was ich gegessen habe. Da diese App sehr viele Lebensmittel kennt, rechnet sie gleich aus, wieviel Kcal, Kohlenhydrate, Fett und Eiweiss ich zu mir genommen habe. Auch das Wiegen kann dort eingetragen werden. Diese App ist mein ständiger Begleiter, jeden Tag, immer und überall.

Die ersten Monate habe ich mich nicht gewogen. Die Menschen sprachen mich an, ob ich abgenommen habe und auch an der Kleidung habe ich meine Erfolge verspürt. Ende Juli habe ich mich dann das erste Mal gewogen und hatte schon 44 kg abgenommen. Ich war mega stolz! Danach wollte ich mich natürlich regelmäßig wiegen, also musste eine Waage her. Selbst als wir in Urlaub waren und jeden Tag essen gegangen sind, war eine LowCarb Ernährung kein Problem. 3kg in 2 Wochen Ostsee oder 2 Tage Legoland waren nur eine Frage der Organisation – mehr nicht.
Anfangs stand nur wenig Bewegung auf meinem Tagesplan. Angefangen habe ich mit dem Bewegungsprogramm auf der Wii Just Dance, denn wer will einen übergewichtigen Menschen schon beim Sport sehen! Später als es dann auch noch wärmer wurde, haben wir begonnen zu laufen. Einfach spazieren gehen. Jetzt jeden Tag 1 Stunde mit Mann und Kind. Im Sommer waren wir auch sehr oft schwimmen.

Nach jedem Wiegen und jeder Präsentation auf Facebook, wurde das Interesse meines Umfelds immer größer. Auch sprechen mich mittlerweile Familie, Nachbarn oder bekannte auf der Strasse an, um mir zu sagen wie toll sie das finden und wie gut ich aussehen würde und wie sehr sie meinen Willen und Durchhaltevermögen bewundern. Das motiviert natürlich extrem. Als Unterstützung habe ich auch das Buch „Schatz meine Hose rutscht“ gelesen. Sehr empfehlenswert.

Nach 1 Jahre LowCarb Ernährung hatte ich 80 kg abgenommen ( jetzt sind es 83kg ) und es geht weiter. Ich suche täglich nach neuen Rezepten und Ideen. Alles andere läuft ganz selbstverständlich im Alltag von alleine. 52 kg stehen noch auf meinem Plan und das werde ich schaffen.

Und weil Ihr das nun so tapfer gelesen habt, bekommt ihr als Motivation meinen ganz persönlichen Käsekuchen, von dem ich jeden Tag ein Stück esse.

Zutaten: 1kg Magerquark, 2 Eier, 1 Päckchen Puddingpulver, 1 Zitronenaroma, 1 Orangenaroma, 80gr. Süße nach Wahl (z.B. Xucker light) und einen kräftigen Spritzer Zitrone. Alles mischen und bei 175° Grad 45 Minuten backen. Dann kalt genießen.

Liebe Grüße sendet Euch

Tina aus Mannheim

UNSERE KURSE ZUM THEMA LOWCARB UND ABNEHMEN

Wir bieten rund um das Thema LowCarb und „gesunde Ernährung“ Kurse mit vielfältigen Themen an: LowCarb Basics, Abnehmen mit LowCarb, 5-Elemente-Ernährung der TCM, LowCarb Zuckersüß, 30-Tage RESET, Ernährung bei Autoimmunerkrankungen uvm.

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Christine Pfeil

SocialMedia Manager und Inhaber bei SocialMedia Bayern
Vor einigen Jahren stellte ich meine Ernährung auf lowcarb um und bin begeisterter Anhänger dieser Ernährungsform! Mir macht es Spaß, zu kochen und neue Dinge auszuprobieren. Beruflich befasse ich mich mit SocialMedia, Marketing und Webdesign und bin in unserer Agentur als Social Media Manager und Projektleiter tätig!