Gastartikel von Dr. Cristina Tomasi, FA für innere Medizin, Master in Osteoporose

Vitamin D – das Sonnenhormon

Viele meinen, es sei genug, Vitamin D im Winter einzunehmen, denn im Sommer scheint ausreichend Sonne, um die eigene Vitamin D-Produktion anzukurbeln: es ist leider nicht so.
Ich habe es an mir selbst getestet: 2009, nach einem sonnigen Sommer, ließ ich mir im September meinen Vitamin D-Spiegel bestimmen: der war 14!!!!!!!!! (unter 30 = Mangel). Sie können sich meinen Schock ja vorstellen, (ich bin eine Sonnenabeterein), als ich solch einen Mangel bei mir selbst feststellte!! In all diesen Jahren habe ich bei praktisch all meinen Patienten den Vitamin D-Spiegel bestimmen lassen: es sind mittlerweile Tausende von Tests, die mir eine wahrhafte Einsicht über den Vitamin D-Zustand in Südtirol geben.

Vitamin D ist ein Hormon mit zahlreichen Wirkungen dessen Rezeptoren in fast allen unseren Körperzellen vorhanden sind:

  • Fördert die Kalziumaufnahme im Darm
  • Sichert eine korrekte Mineralisierung unserer Knochen
  • Senkt das Sturzrisiko durch Verbesserung der Muskelfunktionen: denken Sie an wie viele Oberschenkelhalsfrakturen man vorbeugen kann!!
  • Stimuliert unser Immunsystem und reduziert somit das Infektionsrisiko besonders der Luftwege und der Lungen
  • Senkt das Risiko an Herzkreislauferkrankungen zu versterben
  • Senkt das Risiko an Brust-, Eierstock-, Prostata-, und Dickdarmkrebs zu erkranken
  • Senkt das Risiko an Asthma, Multipler Sklerose, DM Typ 1 und Bluthochdruck zu erkranken.

Ausgeprägter Vitamin D Mangel in der Kindheit führt zu Rachitis und beim Erwachsenen zur Osteomalazie, heutzutage glücklicherweise sehr seltene Erkrankungen in der westlichen Welt. Unsere wichtigste Vitamin D Quelle ist unsere Haut die durch genügenden Kontakt mit den UV Strahlen des Sonnenlichtes in der Lage ist die Vitamin D Vorstufen zu synthetisieren. Auf diese weise wird bei jungen Menschen nahezu 80-100% des Tagesbedarfes gesichert. Mit der Nahrung hingegen nehmen wir nur einen geringen Teil unseres Bedarfes auf. Zu den Vitamin D reichen Nahrungsmittel zählen fette Fische wie Hering, Lachs Sardinen und Makrelen und in geringerem Maße Leber, Butter, Milch und Joghurt.

Ein Vitamin D Defizit stellt einen wichtigen Risikofaktor für Knochenbrüchigkeit beim älteren Menschen dar, insbesondere für die osteoporotischen Oberschenkelhalsfrakturen. Vitamin D Mangel korreliert auch mit Muskelschwäche und Gleichgewichtsstörungen und kann somit, laut einiger wissenschaftlicher Untersuchungen, nach Ausgleich, das Sturzrisiko und Knochenfrakturrisiko bei älteren Mitbürgern senken.

In einigen Ländern (USA und vor allem skandinavische Länder) werden mehrere Milch- Käseprodukte, Getreide- und Säuglingsnahrungsmittel mit Vitamin D angereichert. Ein Vitamin D-Mangel ist leider allzu häufig: Die wichtigsten Ursachen dafür sind eine verminderte Syntheseleistung der Haut, verminderte Sonnenexposition, geringere Einnahme über die Nahrung mit verminderter Aufnahmeleistung im Darm. Vitamin D Mangelzustände sind bei älteren Menschen häufig anzutreffen.

Die Vitamin D Syntheseleistung in der Haut nimmt jenseits des 50. Lebensjahres fortwährend ab und die Verwendung von Sonnenschutzfaktoren mit einem Schutzfaktor > 8 (SPF 8) blockiert die Syntheseleistung zu 97%! Dunkelhäutige Menschen benötigen längerdauernde Sonnenexpositionen um genügend Vitamin D synthetisieren zu können. Eine 5 bis 30 minütige Sonnenexposition in den Monaten April bis Oktober in der Zeit zwischen 10 Uhr bis 15 Uhr in der die Sonne in etwa senkrecht auf die Erdoberfläche einstrahlt ist, unter Berücksichtigung  von Breitengrad, Jahreszeit, Hautbräune, Luftverschmutzung, Bewölkung, zumeist angemessen.

Einmal wöchentlich ein Solariumbesuch stellt eine gute Alternative dar unter der Voraussetzung, dass die Sonnenbank den aktuellen gesetzlich geregelten technischen Anforderungen und Sicherheitsbestimmungen entspricht.

Es ist sinnvoll den eigenen Vitamin D Spiegel bestimmen zu lassen, um die Einnahmedosis anpassen zu können!
Der empfohlene Tagesbedarf liegt bei 2000 I.E.
Vitamin D kann man täglich, wöchentlich, monatlich,…..einnehmen: es ist sehr leicht!
Reden sie mit ihrem Vertrauensarzt: er wird sie beraten und das passende Präparat auswählen!

Viele Grüße sendet Euch

Cristina Tomasi

FA für innere Medizin
Master in Osteoporose

LOWCARB BASICS – INTENSIVKURS

Ein Kurs für:
Interessenten für gesunde Ernährung, Stoffwechselerkrankte, Autoimmunerkrankte, ein paar-Kilo-zuviel-Leidende, Sportler die eine Leistungssteigerung wünschen, Leute, die vitaler und leistungsfähiger (körperlich und geistig) werden wollen, Krebspatienten und Angehörige, Skeptiker, Therapeuten und Ernährungstrainer aller Art

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Christine Pfeil

SocialMedia Manager und Inhaber bei SocialMedia Bayern
Vor einigen Jahren stellte ich meine Ernährung auf lowcarb um und bin begeisterter Anhänger dieser Ernährungsform! Mir macht es Spaß, zu kochen und neue Dinge auszuprobieren. Beruflich befasse ich mich mit SocialMedia, Marketing und Webdesign und bin in unserer Agentur als Social Media Manager und Projektleiter tätig!